Cookies

Cookie-Nutzung

Eier in der Mikrowelle – schaffbar mit den richtigen Methoden

Es geht doch nichts über knackigen Toast, Orangensaft und dazu ein schönes, leckeres Frühstücksei. Doch wer keinen Herd hat oder unterwegs ist, muss noch lange nicht darauf verzichten, denn es gelingt auch in der Mikrowelle. Dabei gibt es allerdings Vieles zu beachten, denn bei fehlerhafter Anwendung ist nicht nur das Ei hinüber, sondern im schlimmsten Fall auch deine Mikrowelle. Wir haben uns etwas näher damit beschäftigt und zeigen dir, wie es richtig geht.
Besonderheiten
  • nur bei korrekter Anwendung
  • sehr schnell
  • ohne Töpfe und Pfannen
  • guter Geschmack
  • viele Rezepte
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Es gibt inzwischen zahlreiche Tipps und Rezepte zur Zubereitung von gekochtem Ei, Rührei, pochiertem Ei oder Spiegelei in der Mikrowelle.
  • Besonders bei gekochtem Ei ist aber Vorsicht geboten, denn bei falscher Anwendung besteht hier sogar Explosionsgefahr.
  • Für die Zubereitung an sich gibt es spezielles Zubehör, du kommst aber auch mit mikrowellenfesten Tellern und Schüsseln zum Ziel.

Ratgeber – wie kocht man Eier in der Mikrowelle?

In vielen Haushalten gehört es zum Sonntagmorgen wie Kaffee und Zeitung: Das Frühstücksei. Ob pochiert mit Toast, im Becher mit Salz und Pfeffer oder als Rührei mit Schnittlauch – es schmeckt lecker und garantiert einen guten Start in den Tag.

Dass man aber inzwischen längst nicht mehr auf den Herd angewiesen ist, um in den Genuss eines frischen Eis zu kommen, wissen Viele noch nicht. Längst haben Koch-Pioniere auch die Mikrowelle für sich entdeckt und das Internet mit zahlreichen Rezepten für Eier in der Mikrowelle überflutet. Wir möchten dir die wichtigsten Zubereitungsformen kurz vorstellen.

Ei ist nicht gleich Ei – wichtige Infos zu Qualität und Herkunft

Die Angaben auf der Verpackung von klassischen Hühnereiern geben dir zu vielen Aspekten des Eis einen wichtigen Aufschluss. Ein kurzer Exkurs:

Zunächst gibt es Güteklassen, ihr Unterschied ist aber schnell erklärt: Im Handel erhältst du als Konsument ausschließlich Eierpackungen der Güteklasse A – das sind frische Produkte, die nicht gereinigt, haltbar gemacht oder unter 5 °C gekühlt worden sein. Die Güteklasse B steht im Gegensatz dazu ausschließlich für die Weiterverarbeitung in der Nahrungsmittelindustrie.

Du hast aber sicher auch schon beobachtet, dass man die Eierpackungen im Handel in unterschiedliche Größen einteilt. Hier gilt diese Einordnung je nach Gewicht:

  • „XL“ bzw. „sehr groß“ = mehr als 73 Gramm
  • „L“ bzw. „große“ = zwischen 63 und 73 Gramm
  • „M“ bzw. „mittel“ = zwischen 53 und 63 Gramm
  • „S“ bzw. „klein“ = weniger als 53 Gramm

In der Regel werden dir im Handel Eier der Klasse L begegnen. Diese Informationen erhältst du auch bereits auf der Verpackung. Besonders aufschlussreich ist aber der Stempelcode auf jedem Ei, auf dem du Haltungsform und Herkunft herauslesen kannst. Dechiffriert heißt das Folgendes:

Die erste Zahl – Haltungsform:

Seit 2010 ist es verboten, Hühner in konventionellen Legebatterien zu halten. Die sehr engen Batterien sind anderen Haltungsformen gewichen und du erkennst sie an der ersten Zahl auf deinem Ei:

  • 0 = Ökologische Erzeugung
  • 1 = Freilandhaltung
  • 2 = Bodenhaltung
  • 3 = Kleingruppen/Käfighaltung

Falls du nicht genau weißt, was die unterschiedlichen Haltungsformen jeweils bedeuten, findest du hier eine kurze Erklärung: http://www.deutsche-eier.info/die-henne/haltungsformen/

Unter uns – wenn du dir kurz vorstellst, wie sich 9 Hühner ihr Leben lang zusammen auf einen Quadratmeter zwängen, verstehst du sicher, warum wir dir beim Kauf eher zu den Haltungsformen 0 und 1 raten.

Die zwei Buchstaben – EU Mitgliedstaat:

Aus welchem Land kommt dein Ei? Die wichtigsten Abkürzungen für die Herkunft sind „DE“ für Deutschland, „AT“ für Österreich, „BE“ für Belgien oder „NL“ für Niederlande.

Die dritte Zahl – Erzeugerbetrieb:

Den genauen Betrieb erfährst du theoretisch von der letzten, längeren Nummer. Die Einrichtungen sind in dieser Zuordnung aber nicht öffentlich einsehbar – es gibt nur wenige Betriebe, die dem freiwillig zugestimmt haben. Die erste und zweite der sieben Ziffern steht im Code für das Bundesland, die Stellen drei bis sechs für den Betrieb und die letzte Zahl für den Stall.

Falls dein Ei im System erfasst ist, kannst du hier seine genaue Herkunft herausfinden: https://www.was-steht-auf-dem-ei.de/index.php

Mikrowelle und Ei – Funktionsweise und Gefahren

Das Grundprinzip der Mikrowelle funktioniert so: Die Mikrowelle sendet im Inneren Wellen aus, die Moleküle in Schwingung versetzen. Dadurch entsteht Hitze, durch die sich Stoffe erwärmen können. Damit dies auch gleichmäßig passiert, gibt es im Boden einen eingelassenen Drehteller, wodurch Speisen gleichmäßig mit den Wellen in Berührung kommen.

Flüssigkeiten geraten dabei aber besonders schnell in Schwingung und können sich in Windeseile erhitzen. Wenn du dir also ein rohes und innen flüssiges Ei vorstellst, das von einer harten Schale umgeben ist, wird klar, dass hier Vorsicht geboten ist: Das Innere erwärmt sich am schnellsten und da Eier kein Ventil besitzen, kann der Druck im Inneren nicht entweichen. Die einzige Möglichkeit, die er dazu hat, ist eine Explosion – und die ist alles andere als zu unterschätzen.

Sicherheitsvorkehrungen – unbedingt beachten!

Bevor du startest, solltest du diese Dinge unbedingt wissen:

  • Im Inneren eines nicht aufgeschlagenen Eis kann ein so starker Druck entstehen, dass die Mikrowellentür dadurch aufgesprengt wird. Halte dich immer genau an die unten angegebenen Zubereitungen.
  • Durch Explosionen und Splitter können Verbrennungen und Verletzungen auftreten. Stelle dich deshalb nicht vor die Mikrowelle und schau auch nicht in ihre Richtung während des Kochvorgangs.
  • Warte ein paar Minuten, bis du das fertige Ei aus der Mikrowelle nimmst – es kann auch danach noch platzen und dich verletzen.

Eier in der Mikrowelle – die wichtigsten Zubereitungen

Für ein gekochtes Ei benötigst du etwa 4-10 Minuten im Kochtopf, in der Mikrowelle geht es aber ähnlich schnell. Die kommenden Angaben beziehen sich dabei natürlich auf das klassische Hühnerei und nicht auf andere Formen, wie das Straußenei oder Wachtelei.

Bereit? Dann los. Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Ei zuzubereiten. Die Wichtigsten haben wir hier zusammengestellt.

Mit Schale – Vorsicht, Explosionsgefahr

Bevor du startest, lies bitte unbedingt unsere Sicherheitshinweise im vorherigen Kapitel, um Verletzungen vorzubeugen. Für die Zubereitung mit Schale brauchst du rohe Eier, eine mikrowellenfeste Schüssel (zum Beispiel von Tupperware), etwas Wasser, Salz und zum Herausnehmen einen Topflappen.

So geht´s:

  • Gib die Eier in die Schüssel und achte darauf, dass sie keine Risse bekommen oder aufeinander liegen.
  • Wenn die Eier nicht vollständig unter Wasser sind, können sie platzen, gib daher genügend Wasser in die Schüssel, sodass sie reichlich bedeckt sind – mindestens einen weiteren Zentimeter über ihrer Oberfläche.
  • Gib einen Esslöffel Salz ins Wasser, das hält die Eier weitestgehend davon ab, zu platzen.
  • Stelle die Mikrowelle auf halbe Leistung und koche deine Eier nach Belieben bis zu 12 Minuten. Wenn du dein Ei lieber weich magst, dauert es natürlich nicht ganz so lange. (Zugegeben, vielleicht wird dein Ei nicht gleich zu Beginn perfekt sein, aber mit etwas Übung hast du schnell den Bogen raus.)
  • Warte noch kurz für ein paar Minuten, damit sich die Eier abkühlen. Dann nimm die Schüssel mit einem Ofenhandschuh heraus, schütte das heiße Wasser aus und schrecke die Eier in kaltem Wasser kurz ab.
  • Ob Eiersalat, Ostereier oder Frühstückseier – du kannst sie jetzt nach Belieben zubereiten und genießen.
Wichtig
Verzichte bitte darauf, diese gekochten Eier in der Mikrowelle wieder aufzuwärmen, denn durch ihre Lagerung können sich Salmonellen bilden. Auch bei hart gekochten Eiern gilt weiterhin die Explosionsgefahr, wenn du sie außerhalb von Wasser erhitzt. Außerdem werden Eier, je länger sie mit Wärme in Berührung kommen, auch immer härter und sind irgendwann alles andere als appetitlich. Wir empfehlen dir, die Eier lieber gleich direkt zu verzehren.

Ohne Schale – Eigelb und Eiweiß separat

Der Vorteil bei dieser Form der Zubereitung ist, dass das Ei im Gegensatz zum Kochen mit Schale nicht explodieren kann. Du kochst in diesem Fall Eiweiß und Eigelb separat und kannst dadurch am ehesten sichergehen, dass keine der beiden Komponenten zu stark durch ist.

Für die Zubereitung ohne Schale benötigst du rohe Eier, zwei mikrowellengeeignete Schüsseln (z.B. Tupper), Butter oder Margarine, ein Messer und Backpapier.

So gehst du vor:

  • Fette zwei Schüsseln mit Butter oder Margarine ein – das klappt mit jedem mikrowellenfesten Behälter, auch Glas oder Keramik.
  • Schlage das Ei auf, trenne Eiweiß und Eigelb und gib beide Komponenten jeweils in eine der Schüsseln. Hier eine kurze Anleitung zum Trennen: https://www.youtube.com/watch?v=pSF7SucbiKw Du kannst das übrigens beliebig oft wiederholen. Trennst du jedoch beide Komponenten nicht, kann es passieren, dass das Eigelb schon durch ist und das Eiweiß noch flüssig.
  • Nimm ein Messer und stich das Eigelb an. Tust du das nicht, kann sich auch hier im Inneren Dampf und Druck aufbauen und das Eigelb platzen.
  • Nimm Backpapier und decke beide Schüsseln damit ab.
  • Das Eiweiß kochst du bei mittlerer oder geringer Leistung, sonst kann es überkochen oder gummiartig werden. Am besten du machst die Mikrowelle zwischenzeitlich aus und prüfst die Konsistenz. Für herkömmliche Hühnereier der Größe L gilt, dass du für ein Eiweiß 30-60 Sek kochst, für zwei 45-75 Sek und für vier 2,5-3,5 Minuten.
  • Nimm das Eiweiß heraus, wenn es noch nicht ganz durch ist, denn es wird außerhalb der Mikrowelle mittels Resthitze noch etwas nachgaren.
Tipp
Nutzt du mehrere Schüsseln parallel, stelle sie kreisförmig in der Mikrowelle auf. So haben alle eine ähnliche Entfernung zur Mitte und werden gleichmäßig von den Wellen erreicht.
  • Das Eigelb erhitzt du für 20-30 Sek je Ei ebenfalls bei mittlerer oder geringer Leistung. Verwendest du mehrere Eier, schau alle 30 Sek nach, ob sie bereits hart sind. Stoppe auch hier etwas früher, da das Eigelb noch nachgart.
  • Warte drei Minuten, bis sich das Ei etwas abgekühlt hat.

Wenn du noch unerfahren mit dem Garen in der Mikrowelle bist, nähere dich am besten in Etappen dem gewünschten Ziel. Wir empfehlen dir, die perfekten Einstellungen, wenn du sie einmal erreicht hast, gleich zu notieren – so hast du sie fürs nächste Mal parat.

Rührei – schnell und einfach in der Tasse

Anders als auf dem Herd kannst du bei Rührei in der Mikrowelle auf die Pfanne verzichten und erhitzt das Ei stattdessen in einer Tasse. Du fettest sie innen mit Butter ein, verquirlst 2-3 Eier darin und pfefferst und salzt sie nach Belieben. Wahlweise kannst du auch noch etwas Milch, Petersilie oder Basilikum dazu geben.

Dann kommt deine Tasse für 45 Minuten bei mittlerer Hitze in die Mikrowelle. Du nimmst sie danach kurz heraus, rührst kräftig um und lässt sie noch weitere 45 Sek in der Mikrowelle kochen. Ist dir das Rührei dann noch zu weich, kannst du den Vorgang nach Belieben wiederholen. Zu guter Letzt brauchst du nur noch einen knusprigen Toast oder Bratkartoffeln mit Essiggürkchen dazu – fertig.

Pochierte Eier – schneeweiß aus der Schüssel

Für pochierte (oder auch „versteckte“) Eier benötigst du lediglich ein rohes Ei, eine mikrowellenfeste Schüssel und Wasser. Du füllst die Schüssel zu etwa ¾ mit Wasser auf, schlägst das Ei auf und lässt es vorsichtig in die Schüssel gleiten. Stelle die Mikrowelle auf eine hohe Stufe und lass alles zusammen für 50-60 Sekunden kochen.

Gerade für weiche Eier musst du wahrscheinlich etwas herumprobieren, bis du die gewünschte Konsistenz erreicht hast – das Eiweiß sollte das Eigelb aber unbedingt komplett weiß umschließen. Ist das nicht der Fall, lass dein Ei noch ein paar Sekunden kochen. Besonders gut schmeckt das Ei übrigens mit leckerem Vollkorntoast und Tomatensalat.

Spiegeleier – ganz ohne Pfanne

Auch beim Spiegelei in der Mikrowelle brauchst du lediglich einen flachen Unterteller, den du mit Öl oder Butter einfettest und – natürlich – ein rohes Ei. Schlage es auf und lass es vorsichtig auf den Teller gleiten.

Damit sich nicht zu viel Druck im Eigelb anstaut und es dir platzt, ist es wichtig, dass du es mehrmals mit einem spitzen Gegenstand einstichst. Gib Pfeffer und Salz darüber. Bei 600 Watt lässt du es dann für 60 Sekunden in der Mikrowelle brutzeln und braten – ist es dann noch nicht gut, gibst du dem Ei noch ein paar Sekunden länger. Besonders lecker schmeckt Spiegelei mit Kartoffelpüree und Spinat.

Zubereitung im Eierkocher – unkomplizierte Handhabung

Wenn die bisherigen Zubereitungsformen nichts für dich sind, geht es natürlich auch eleganter mit speziellen Eierkochern für die Mikrowelle. Wenn du mehr darüber erfahren willst, wirf doch mal einen Blick in unseren Beitrag:

Der Geschmack – abhängig von deinen Vorlieben

Tja, wie schmecken denn nun die Mikrowellen-Eier? Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten und ist natürlich stark abhängig von deinem Geschmack und den verwendeten Gewürzen. Gesagt werden kann aber, dass du wahrscheinlich auf eine knusprige Kruste (wie manch einer es zum Beispiel beim Rühr- oder Spiegelei mag) wohl eher verzichten musst. Wenn das aber kein Problem für dich ist, kannst du Eier in der Mikrowelle ähnlich gut kochen, wie auf dem Herd.

Generell gilt: Bei der Zubereitung in der Mikrowelle wirst du etwas herumprobieren müssen – die Eier werden durch die unterschiedlichen Mikrowellenmodelle nicht immer gleich so klappen, wie du sie dir vorgestellt hast. Es empfiehlt sich daher auch, etappenweise zu kochen und immer zwischendrin zu prüfen, ob das Ei schon die gewünschte Konsistenz hat. Hast du aber die passenden Einstellungen gefunden, schreibe dir die Wassermenge, Salzmenge, Garzeit und Wattzahl auf – dann hast du alles beim nächsten Mal gleich griffbereit.

Fazit – Sicherheit und Gesundheit gehen vor

Es ist enorm wichtig: Besonders wenn du Eier mit Schale kochst, ist ihre Durchschlagskraft beim Platzen in der Mikrowelle nicht zu unterschätzen. Halte dich daher immer genau an die Rezepte und unsere Sicherheitshinweise, damit du hier keine bösen Überraschungen erlebst.

Darüber hinaus ist die Zubereitung aber – je nach Geschmack – eine echte Alternative zum Herd und in Kochzeit und Geschmack durchaus konkurrenzfähig. Wir wünschen dir viel Spaß beim Ausprobieren und einen guten Appetit.

Weiterführendes

Leckere Rezepte:

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

nach oben